Historie des Wichernhauses

Nachdem die Kinderbetreuung der Ev. Kirchengemeinde Milspe seit 1953 zunächst im Gemeindehaus stattfand, wurde 1966 unsere Tageseinrichtung für Kinder erbaut, die den Namen Wichernhaus trägt.

Viele Jahre lief der Kindergarten dreizügig mit 90 zu betreuenden Kindern und wurde dann auf zwei Gruppen und 60 Kinder reduziert. Dieser Wechsel brachte Kindern und Mitarbeiterinnen damals mehr Platz zur Umsetzung ihres pädagogischen Konzeptes, den wir heute nicht mehr missen möchten.

Frau Hohagen begann damals die Leitung in dieser Einrichtung, bevor sie diese aus Altersgründen 1987 an Frau Christina Schmidt, geb. Franke, übergab. Familienplanung der Familie Schmidt war der Grund für einen erneuten Wechsel. Frau Susanne Haug, geb. Klein, übernahm die Leitung bis sich auch hier im Januar 2000 Familienzuwachs einstellte und Frau Enja Külpmann nun mit einem motivierten Team die Einrichtung leitet. 

Grundsteinlegung Wichernhaus

Wer war der Namensgeber des Wichernhauses?

J.H. Wichern

Am 21. April 1808 in Hamburg geboren, sah Johann Hinrich Wichern als junger Theologe die unmenschliche Not und das soziale Elend in den Armenvierteln von Hamburg.

J. H. Wichern setzte Gottes Wort in die Tat um, nahm Waisen und kleine Streuner in einer alten Bauernkate auf und gab ihnen ein neues Zuhause. So kam es 1833 zur Gründung des Rauhen Hauses. Die sich rasch ausweitende Arbeit erforderte weitere Mitarbeiter. Im Gehilfeninstitut, der heutigen Diakonenanstalt, bildete Wichern junge Männer als Diakone und Erzieher aus.
Fast 50 Jahre war Wichern Hausvater des Rauhen Hauses. Durch ihn und seine Mitarbeiter wurde das Rauhe Haus zu einem Modell für die Anstaltsdiakonie der Evangelischen Kirche und zur Gründungsstätte der Inneren Mission in Hamburg.
Im 19. Jahrhundert hatte der Theologe Johann Hinrich Wichern, die Idee, in der Adventszeit einen Holzkranz mit Zweigen und 24 Kerzen zu schmücken – so entstand der uns allen bekannte Adventskranz.